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Schottland 2014

Tag 1 und 2:

Gesamtschule 9:30 Uhr; Busparkplatz: 1 Busfahrer, 2 Lehrer und 40 Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 machen sich auf den Weg nach Schottland. Diese Fahrt wird von Montag, 23.06.14 bis Sonntag, 29.06. dauern und geht von Edinburgh durch die Highlands über Oban, nach Inverness und dem Loch Ness und mit einem Besuch in der Whiskydestille wieder zurück nach Edinburgh.

Zuerst ging es auf der A30 Richtung niederländische Grenze und von dort nach Amsterdam. Um 14:00 Uhr trafen wir am Hafen in Amsterdam am Schiffsanleger ein. Dort checkten wir dann ein und durften um 15:30 Uhr das Schiff betreten. Nun waren wir auf der Fähre auf dem Weg nach Schottland. 16 Stunden von Amsterdam nach Newcastle.

Wir hatten auf dem Deck draußen einen Stammplatz, wo sich die meisten Leute von uns aufhielten. Dort war es zu Anfang sehr windig (aber die Sonne schien) und später Richtung Dämmerung war der Wind kaum noch vorhanden und wir konnten angenehm mit Musik den Sonnenuntergang genießen. Bei der Kabinenaufteilung lag folgende Konstellation vor:

Die Schüler befanden sich auf Deck 2 unter Wasser. In den Kabinen war der Wellengang unruhig, es war warm und sehr eng dort, aber man muss sagen, dass wir trotzdem Spaß hatten.

Die Lehrer hingegen befanden sich auf Deck 8 über dem Restaurant und den Shops.

 

Um 7 Uhr nach britischer Zeit gab es dann auf der Fähre Frühstück mit Ausblick auf das Meer und die herannahende Küste. So packten wir schon bald unsere sieben Sachen zusammen und betraten um halb zehn den britischen Boden.

 

Wir merkten sehr schnell, dass dort Linksverkehr herrscht und wir waren froh, dass wir unseren Busfahrer Andreas hatten, der uns die ganze Woche über super sicher durch das Land und durch meistens enge Straßen gefahren hat.

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Auf dem Weg nach Edinburgh machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Melrose. Dies ist ein kleiner Touristenort im Süden Schottlands, wo eine sehr schöne alte Ruine einer Abtei steht, die manche von uns besichtigt haben. Ebenso gab es in dem kleinen Ort ein paar Einkaufsläden, wo man sich fehlenden Proviant für die Fahrt kaufen konnte. Natürlich waren die Toiletten, wie auf jedem Zwischenstopp, sehr begehrt.

Um 15 Uhr kamen wir in Edinburgh an. Eine sehr schöne Altstadt mit einer großen alten Festung, Edinburgh Castle, auf einem Hügel, mit vielen Menschen, vollen Straßen, aber umso schönere Häuser, wie man sie bei uns in Deutschland nicht kennt. Diese waren nicht nur durch ihre feine Bauart gekennzeichnet sondern auch durch mehrere Schornsteine auf einem Dach. In der Innenstadt kam eine Reiseführerin an Bord und sie leitete uns in unserem Bus durch die Stadt. Unter anderem sahen wir eine Privatschule, welche die Inspiration J.K. Rowlings‘ für das Aussehen der Zauberschule Hogwarts in ihrer Romanreihe „Harry Potter“ war. Wir sahen sofort, dass die in dem Film dargestellte Zauberschule große äußerliche Ähnlichkeit mit dieser echten Schule hat.

Nach einer anderthalbstündigen Stadtrundfahrt trafen wir in der Jugendherberge ein und bezogen unsere Zimmer. Sie waren gut ausgestattet und wir waren froh mehr Platz im Zimmer zu haben, als wir es auf der Fähre hatten. Abends machten wir dann eine kleine Wanderung auf den Calton Hill, von wo man fast ganz Edinburgh sah und wo es eine super Stelle gab, um ein Gruppenfoto zu machen. Anschließend machten wir uns auf den Weg in einen Pub. Leider mussten wir dort feststellen, dass die Schüler unter 18 Jahren den Pub nicht betreten durften und wir teilten uns auf, so dass einige im Pub blieben und die anderen noch ein wenig durch die Stadt bummelten. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Tag 3

Nach einem Frühstück um 8 Uhr in unserem Hostel ging es um halb 10 los auf Tour nach Oban vorbei an dem Schlachtfeld von Bannockburn, an Stirling Castle und der Küste. Chris hielt ein Referat über The Battle of Bannockburn. Dieses ist eines der bedeutensten Ereignisse der schottischen Geschichte, da es die Freiheit des schottischen Königreichs für mehrere Jahrhunderte sicherte. Ein bisschen weiter am Wallace Memorial (Braveheart!) machten wir eine Pause, wie immer mit Fotos, und wir schauten uns den Souvenirshop an. Danach ging es dann die Westküste entlang nach Oban. In Oban angekommen bezogen wir unsere Zimmer im Hostel und einige hatten einen überwältigenden Ausblick aus ihren Zimmern auf die Bucht von dem fantastischen Fischerort Oban mit ihren wunderbar grünbewachsenen Inseln und Landzungen. Das Hostel lag direkt an der Küste des Atlantiks und einige von uns gingen auch ins Wasser, mussten aber feststellen, dass das Wasser sehr kalt ist. Die Leute von uns, die nicht im Wasser waren, hatten einen großen Spaß daran den anderen bei ihrer Erfrischung zuzuschauen. Ein Highlight war ebenso das Amphietheater oberhalb von Oban gelegen mit einem großartigen Blick auf die Stadt mit dem Meer und den Highlands. Der Sonnenuntergang machte den Ausblick schlussendlich perfekt.

Selbstverständlich gab es auch in Oban Pubs und Restaurants, wo sich einige an fish & chips erfreuten. Als es dann ab halb 12 dunkel war, konnte man von dem Küstenabschnitt, wo unsere Herberge lag, die beleuchtete Stadt und das blaubeleuchtete Amphietheater auf dem Berg bewundern.

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Tag 4

Die nächste Reise ging am Morgen los. Während dieser Fahrt verloren wir beinahe aufgrund des Entgegenkommens eines LKWs auf einer engen Straße den rechten Außenspiegel unseres Busses. Zum Glück hielt ein Kabel den Spiegel noch fest, sodass Andreas ihn wieder anbringen konnte.

Diese Fahrt ging von Oban an der Westküste entlang nach Glen Coe, ein wunderschönes Bergtal mit grandioser Felskulisse bei strahlendem Sonnenschein, die dem Bond-Film Skyfall als Drehort diente. Hier erläuterte uns Tim die Zusammenhänge der grauenvollen Ereignisse des Glen Coe Massakers. Ebenso machten wir in den Highlands mehrere Fotopausen,was sich durch das schöne Wetter besonders lohnte. Das starke Grün der Highlands kam wunderbar hervor. Danach ging es weiter zum Loch Ness. Dort gingen wir auf die Spuren Nessies, welches laut Legende in dem blauen 40 Kilometer langen See lebt und besuchten den Nessie Shop und aßen im Restaurant eine Kleinigkeit. Wenn wir noch länger Zeit gehabt hätten den See zu beobachten, dann wäre Nessie bestimmt aufgetaucht. Nur wir mussten schon nach Inverness zu unserem Hostel, da Deutschland das letzte Vorrundenspiel bei der Fußballweltmeisterschaft hatte und es aufgrund von der Zeitverscheibung schon um 17:00 im Fernsehen lief. Dieses schauten sich die meisten in der Herberge an. Die, die das Spiel nicht geschaut hatten, kochten netterweise für die Fußballfans. Nach dem Sieg der deutschen Fußball Nationalmannschaft aßen wir dann gemeinsam. Danach nahmen viele an einer geselligen Spielerunde im Aufenthaltsraum teil, die sehr unterhaltsam war. Andere besuchten die Stadt oder trieben ein wenig Sport, um einen Ausgleich für die Busfahrten zu finden.

Tag 5

Am nächsten Tag, dem letzten Tag der Rundfahrt durch Schottland, fuhren wir von Inverness zurück nach Edinburgh. Auf dem Weg besuchten wir eine Whiskydestille in Pitlochry, wo uns erklärt und gezeigt wurde, wie Whisky hergestellt wird. Dies war sehr interessant, da wir alle noch nicht viel über das Volksgetränk der Schotten wussten. In dieser Destille werden an die 5000 Fässer gelagert, die alle 500 Liter fassen. Anschließend an die Besichtigung durften wir den Whisky probieren, wobei jeder eine andere Sympathie für dieses Getränk hegte. Der Mitarbeiter der Destille erklärte uns, dass wenn uns der zweite Schluck nicht schmecken würde, wäre das Getränk nichts für uns und wir sollen das Getränk doch lieber wegstellen. Im Anschluss konnten wir uns dort im Shop Souvenirs kaufen.

Da wir an dem Tag sehr viel Zeit hatten, überlegten wir uns noch spontan den pittoresken Ort Pitlochry zu besuchen. Dort gab es viele Möglichkeiten Souvenirs zu kaufen, fish & chips zu essen und Kaffee zu trinken.

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Nach einer Stunde Bummeln ging es dann weiter in Richtung Edinburgh. Highlight bei dieser Fahrt war die Forth Bridge, die sich links von uns erstreckte. Dieses gigantische Meisterwerk aus rotem Stahl aus dem 19. Jahrhundert wird nur von Zügen befahren und daher konnten wir sie gut von unserer Brücke daneben fotographieren. Nachmittags kamen wir dann in Edinburgh an. Einige von uns besuchten die Edinburgh Dungeons und abends hatten wir wie jeden Tag Zeit zur freien Verfügung. Die freie Zeit am Abend erschloss sich insgesamt als eine gute Idee der Lehrer, da jeder das machen konnte, worauf er Lust hatte.

Tag 6 und 7

Am Samstag traten wir dann den Heimweg an. Erst einmal ging es 4 Stunden über den Küstenort North Berwick mit seinem tollen Sandstrand nach Newcastle, um dort um 16 Uhr das Schiff zu betreten. Die See war sehr ruhig und die Schifffahrt sehr angenehm. Da uns am nächsten Morgen um 6:30 nach mitteleuropäischer Zeit, sprich nach britischer Zeit um 5:30, unser Frühstück erwartete, gingen viele schon früh ins Bett. Es war ein sonniger Sonntagmorgen mit leckerem Frühstück und müden, aber zufriedenen Menschen. Um halb 10 verließen wir dann das Schiff und wir traten die Rückreise nach Deutschland an.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Reise nach Schottland, auf der wir insgesamt 3450 Kilometer (1850 km mit dem Bus und 1600 km mit dem Schiff) zurücklegten. Wir hatten unheimliches Glück mit dem Wetter und hatten wunderbares Panorama. Die Zwischenstopps in schönen Gegenden ermöglichten uns schöne Fotos, wovon man hier auf der Seite nur einen sehr kleinen Bruchteil zu sehen bekommt. Es war sehr interessant und schön Schottland als ein sehr freundliches und offenes Land zu erleben, in dem Männer Röcke tragen, es ein Straßenschild "Achtung Rentner" gibt, Linksverkehr herrscht, es kein Trinkwasser aus Wasserhähnen gibt, da es chlorhaltig ist und keine Probleme existieren eine Menge Souvenirs zu kaufen.

Nochmal einen großen Dank an den Bufahrer Andreas, der uns sicher durch wirklich enge Situationen brachte und uns jeden Abstecher zu Sehenswürdigkeiten ermöglichte. Natürlich auch einen riesigen Dank an unsere Lehrerin Frau Schmidt und unseren Lehrer Herr Klatz. Die beiden waren ein super Team, die immer einen Überblick hatten, was als nächstes auf dem Plan stand. Herr Klatz konnte uns auf jede Frage, die wir zum Land hatten, eine Antwort geben. Es machte den Anschein, als gäbe es nichts, was er nicht weiß. Frau Schmidt war stets mit uns Schülern im Geschehen dabei und es scheint uns, als habe sie immer gute Laune. Wir waren oft von Müdigkeit besessen, aber das machte nichts, da es sehr viele schöne Momente gab, die uns immer in Erinnerung bleiben werden. Insgesamt war es also eine sehr schöne und gesellige Fahrt.

Vielen Dank :)

(Lone Schindler)

Die Studienfahrt nach Schottland ist angekommen.

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und testet die schottischen Gewässer bei Orban (12 Grad)

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