Sally Perel liest aus seinem autobiographischen Roman in der Europaschule der Stadt Bad Oeynhausen

Sally Perel warnt vor neuem Rechtsruck in Deutschland und fordert zum Handeln auf.     

 

„Hast du eine Menschenseele gerettet, hast du die ganze Welt gerettet.“ Mit diesen abschließenden Worten appellierte Sally Perel an Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen EF und Q1 der Europaschule in Bad Oeynhausen. „Ihr seid die Generation, die Deutschland in Frieden bewahren kann. Ihr seid nicht verantwortlich für die Gräueltaten der Nazis, aber ihr werdet es sein, wenn es wieder zu solchen kommt.“ Sehr persönlich berichtete Sally Perel von seinen Erfahrungen als Hitlerjunge Jupp, der gleichzeitig immer auch der jüdische Junge Sally war, der Spaltung seiner Seele, die zum Trauma seines Lebens wurde, der nagenden Frage „Wer bin ich?“, von seiner täglichen Angst vor dem Entdeckt werden und schließlich auch von seiner Faszination, zur Hitlerjugend dazu zugehören und dabei sein eigener Feind zu werden. „Unter den Uniformen steckten keine Monster“ – so Sally Perel. Das sei das eigentlich Gefährliche gewesen. Im Nationalsozialismus habe der hohe Wert der Menschenliebe total versagt. Die Gifttropfen hätten total gewirkt.“ Du sollst leben – diese Abschiedsworte seiner Mutter sollen für alle Menschen Geltung haben. Das ist Perel`s Wunsch und Auftrag zugleich. Die Begegnung mit Sally Perel hinterlässt Spuren. Seine Geschichte lässt die Schülerinnen und Schüler nicht mehr los, sie fordert zum Nachdenken und vor allem zum politischen Handeln und zum Bewahren demokratischer Werte auf.

Pressebricht (NW):

Sally Perel

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