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„Busbegleiter"

Für manch einen kann die morgendliche Fahrt mit dem Bus zur Schule oder auch nachmittags zurück mit vielen unangenehmen Erlebnissen verbunden sein. Die Busse sind voll, da wird gedrängelt, der Tornister klemmt irgendwo fest, man kommt nicht rechtzeitig zur Tür, vielleicht wird man auch beschimpft oder bedrängt.
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Wenn man selber zu den  kleineren Menschen gehört und jemand der groß ist und einen schlechten Tag hatte mehr Platz möchte, als eigentlich vorgesehen ist, kann eine Busfahrt schon einmal sehr stressig werden.

Aus diesem Grunde hat sich die Gesamt-schule Bad Oeynhausen entschlossen, Fahrzeugbegleiter aus der Schülerschaft einzusetzen, die helfen, die Situation in den Bussen für alle Beteiligten zu verbessern.

Wir arbeiten deshalb seit einigen Jahren mit den anderen bus2aSchulen des Schulzentrums „Nord“ und den einzelnen Verkehrsbetrieben zusammen. Von der Seite der Verkehrsbetriebe ist das Büro von „Up-to-you“ in Bielefeld hier zuständig.
Das Hauptinteresse liegt in der Sicherheit im Schulbusverkehr, aber auch Vandalismus und Aggression im Allgemeinen sollen verringert werden.

Die drei Schulen des Schulzentrums führen jährlich eine mehrtägige Fortbildung durch, in der die freiwilligen Kandidaten für die Funktion der „Busbegleiter“ auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden. Konfliktbewältigung, Durchsetzungsfähigkeit und Freundlichkeit sind u. a. wichtige Fähigkeiten, die die Schülerinnen ansatzweise schon mitbringen sollten, die dann aber auch durch dibus3ae Ausbildung gezielt verstärkt werden. Auch wenn die Tätigkeit des Fahrzeugbegleiters mitunter sehr anspruchsvoll sein kann, ist hierdurch die große Attraktivität der Maßnahmen begründet. Es geht hier nicht nur um die Ausübung eines Ehrenamtes, sondern  auch darum, bestimmte Qualitäten zu erwerben bzw. zu vertiefen, die im späteren (Berufs-) Leben von großer Bedeutung sind. Der Nachweis einer Tätigkeit als Fahrzeug-begleiter(in) kann durchaus eine interessante Zusatzqualifikation für einen künftigen Lehrherrn oder Arbeitgeber darstellen.

Die Busbegleiter sind keine „Hilfsscherriffs“ oder Handlanger der Aufsichtsführenden Lehrer. Sie arbeiten selbstständig an den Haltestellen und in den Bussen, die sie sowieso benutzen und sprechen freundlich, aber bestimmt diejenigen an, die an ihrem Verhalten noch etwas arbeiten sollten. Es ist klar, dass insbesondere jüngere Schüler hiervon profitieren, die sich selbst noch nicht so gut durchsetzen können. Aber auch von den Busfahrern hört man viele zufriedene Stimmen über diese Einrichtung. Es wird nicht möglich sein, alle Probleme im Bus auf diese Weise zu lösen, aber wir denken, dass wir mir den Fahrzeugbegleitern einen ein Schritt in die Richtung zu einem friedlichen Schulweg gemacht haben, von dem letztlich alle profitieren.

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