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Hi! Hallo! Da seid ihr ja!

Willkommen auf der Infoseite des Fachbereichs „Darstellen und Gestalten“! Seid herzlich gegrüßt und viel Spaß beim Weiterlesen!

Was bedeutet DG?

Wahrscheinlich werdet ihr als Erstes fragen: „Was für ein Fach ist denn „Darstellen und Gestalten“? Was macht man da?“ Deshalb würden wir euch an dieser Stelle gern ein paar Einblicke in unsere Arbeit gewähren und hoffentlich euer Interesse an dieser entfachen.

Teilnehmer

Das Fach „Darstellen und Gestalten“ ist vor allem ein kreatives Wahl-Pflicht-Fach ab Klasse 6 bis Klasse 10, das den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, ihre Kreativität zu entdecken und tätlich umzusetzen sowie ihre Körperbeherrschung zu schulen.

Bereiche

Die Arbeit in Darstellen und Gestalten (kurz auch DG genannt) vereint in sich 4 große Bereiche – den körpersprachlichen (also Arbeit mit dem Körper – mit Händen, Armen, Füßen, Beinen, Rumpf, Hals, Kopf, Mund, Augen, Nase, …), den wortsprachlichen (also alles, was mit der Stimme und dem Sprechen zu tun hat), den musiksprachlichen (also alles, was mit Musik-Machen, Musik-Hören, Musik-Benutzen, Musik-…, usw. zu tun hat) und den bildsprachlichen (also alles, was mit Bild-Ansehen, Bild-Verstehen, Bild-Kreieren, Bild-Gestalten, Bild-…, usw. zu tun hat).

Arbeitsweise

Basierend auf kurzen einführenden Infodarbietungen, Übungen und Spielen werden die Schülerinnen und Schüler an das jeweilige Thema herangeführt. Anschließend liegt es an ihnen, eigene Ideen zu entwickeln und kreativ auf der Bühne umzusetzen, bis am Ende ein fertiges Kunstwerk entsteht.

Jahrgang 6

Als Erstes lernt man in Jahrgang 6, was das bedeutet – auf der Bühne Präsenz zu zeigen, das Publikum durch gelungene Choreografien für sich zu begeistern und vor allem miteinander in einem Bühnen-Ensemble zusammenzuarbeiten.

Jahrgang 7

In Jahrgang 7 geht es dann weiter mit der Pantomime (das ist nicht einfach, wenn man NICHT sprechen darf, da man ja sonst immer etwas sagen MUSS!!) und mit der Maskenarbeit (das ist wohl noch ein wenig schwieriger, denn nun hat man nicht nur keine Sprache zur Verfügung, sondern auch kein Gesicht mehr, denn es ist hinter einer Maske versteckt).

Im zweiten Halbjahr der 7. Klasse folgt dagegen gezielte Arbeit mit der Stimme und mit der Sprache – jetzt muss geflüstert, gewispert, gewimmert, gerufen, geschrien, gestottert, gejohlt, ge…, usw. werden, was da Zeug hält. Je deutlicher und verständlicher, desto besser. DENN bitte immer daran denken – auch der letzte Zuschauer in der letzten Reihe muss verstehen können, was auf der Bühne gesagt wird.

Jahrgang 8

In Jahrgang 8 geht es weiter mit den Bildern auf der Bühne: Wo steht wer und was auf der Bühne und warum? Was bewirkt welche Farbe auf der Bühne? Welche Lichtquellen können wir auf der Bühne benutzen? Es ist schön schaurig, wenn eine Nacht-Szene in einem Raum mit blutroten Wänden, beleuchtet mit flackernden Teelichtern, unterlegt mit schauriger Musik einen Ausschnitt aus einer Gruselgeschichte nachahmt – da bleibt jedem Zuschauer die Luft weg und es läuft einem kalt den Rücken herunter…

Um die Wirkung zu verstärken, müssen natürlich auch passende Kostüme her. Deshalb beschäftigen wir uns im zweiten Halbjahr der 8. Klasse mit dem Thema „Mode“ (Mode vor unserer Zeit, Mode heute, aber auch Mode in unseren Zukunfts-Fantasien). Wir stellen uns vor, wir sind die neuen Catwalk-Stars und kreieren unsere eigene Modeschau (natürlich mit passender Musik und kreativer Beleuchtung); wir wollen die Zuschauer aber auch für solche Fragen wie „Wie können wir die Umwelt schützen?“ sensibilisieren und stellen deshalb auch Mode aus Müll her, die ihre eigene Schau verdient.

Jahrgang 9/10

Wenn euch nichts entgangen ist, dann habt ihr bemerkt, dass die Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 6, 7 und 8 Einblicke in alle oben genannten Arbeitsbereiche gewonnen haben. Deshalb wird in den beiden letzten Jahrgängen ein besonderer Wert auf die Verknüpfung dieser Bereiche gelegt. Wichtig neben der Prozesshaftigkeit ist hier vor allem die Projektarbeit: Die Schülerinnen und Schüler entwickeln erste Ideen zu einem gemeinsam festgelegten Thema, die dann in einzelnen Gruppen unterschiedlich umgesetzt, am Ende jedoch zu einer gemeinsamen Aufführung zusammengeführt werden. Beliebte Themen sind „Reisen um die Welt“, „Abschied nehmen“, „Damals, heute, morgen“ u.a.

Zum Schluss

Wir sind keine professionellen Schauspielerinnen oder Schauspieler, aber wir geben immer unser Bestes und wollen auch euch daran teilhaben lassen. Schaut herein!

Neutralmasken

Geschichten mit Neutralmasken

Mimikmasken

Arbeit mit Masken

Mode aus Müll

Unsere Mode

Arbeit mit Tanzsäcken

Am Freitag, den 11.11.2016, hatte der 9er DG-Kurs die Möglichkeit, einen Improvisations-Workshop mit Daniel Scholz – einemselbstständigen Theaterpädagogen, Schauspieler und Klinikclown in Bielefeld und überall“ (www.theater-leben.de) – mitzuerleben.

Workshop04

90 Minuten verflogen wie ein Augenblick. Es wurde gespielt, gelacht und gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in verschiedene Rollen, die von fröhlich bis traurig, von verspielt bis steif, von jung bis alt variierten und manchmal einfacher, ein andermal doch etwas herausfordernder waren.

Workshop01 Workshop07

In Einzelarbeit, aber auch in Gruppen wurden verschiedene Improvisations-Möglichkeiten ausprobiert. Zum Beispiel, stellt euch die folgende Geschichte vor: Der 16-jährige Ahmed kämpft gegen das 210 Jahre alte Einhorn Winny in Walt Disneys „Underland“. Toby, der Kameramann, und Lisa, die Beleuchtungsassistentin, wollen diese Szene in den Kasten kriegen. Leider werden sie dabei von dem Häuptling Honkatonka aus Overland attackiert, der Walt Disney nicht ausstehen kann. Wie könnte diese Szene bloß gespielt werden? Tja, das war nur eine der vielen Herausforderungen.

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Es hat auf jeden Fall allen Beteiligten immens viel Spaß bereitet und das junge Schauspielerensemble noch mehr zusammengeschweißt und ihre Hoffnung auf weitere interessante und motivierende Ereignisse gestärkt.

Am Donnerstag, den 3. November 2016, besuchten die Schülerinnen und Schülern des Faches „Darstellen und Gestalten J9“ auf ihren eigenen Wunsch hin das Bielefelder Stadt-Theater.

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Auf dem Programm standen eine einstündige Führung durch das Theater, die den Besucherinnen und Besuchern einen Blick sowohl auf die große Bühne als auch auf das Geschehen hinter den Kulissen ermöglichte, und ein Improvisations-Workshop.

Doch wie war es denn mit der Bühne? Wie ist sie nochmal aufgebaut? Was passiert hinter dem Vorhang? Und hinter dem Portal? Wofür ist die Szenenbühne gedacht? Und habt ihr schon gewusst, dass es neben der Hauptbühne auch eine Hinter-, Seiten-, Ober-, Unter- und Probebühne gibt? Ja, ja, und dass die Hauptbühne von der Ober- und Untermaschinerie bedient wird und dass der Inspizient alles im Blick behalten muss? Ach ja, und die hintere Begrenzung des Bühnenraums heißt übrigens der Bühnenprospekt!!!

Tja, so viel zum Thema „Bühne“. Doch wer hätte gedacht, wie viel Arbeit Theaterspielen bereitet und wie viele helfende Hände notwendig sind, um das ganze Prozedere reibungslos zu gestalten? Etwa 360 Mitarbeiter sind am Theater Bielefeld tätig, die in den theater-eigenen Werkstätten die Kostüme, die Masken, die Bühnenbilder usw. erstellen und natürlich auch für die musikalische Unterstützung sorgen. Apropos Kostüme – davon gibt es am Theater nur so ca. 12.000 Stück!!!

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Soviel zum Theater-Rundgang. Als Nächstes stand der Improvisations-Workshop auf dem Plan. Da hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre theatralischen Fähigkeiten und Fertigkeiten in praktischen Übungen zum Besten zu geben. Und das hat wirklich Riesenspaß gemacht. Ob in Partnerarbeit oder im Rahmen von Gruppenperformances, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren kaum zu bremsen. Der Ideenreichtum versiegte nicht, und einiges blieb nicht ausprobiert, da die Zeit dann doch noch knapp wurde und der Rückweg nach Bad Oeynhausen angetreten werden musste.

Alles in allem: Es war ein sehr interessanter, ideenreicher und intensiv-motivierender Tag!

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