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Hier finden Sie einige Minidramen, die von den Schülerinnen und Schülern des Q1 Leistungskurses Deutsch verfasst wurden. Viele dieser Dramen lassen eindeutig auf ein schriftstellerisches Talent schließen. Mal sehen, was die Zukunft bringt!!!!!!

Luises gescheiterte Liebe

 

Luise kommt aus einer armen Familie und arbeitet als Bedienstete für den Adel. Dort lernt sie Fürst Ferdinand kennen, der Beginn einer tragischen Liebe.

 

Luise:(klingt verzweifelt)

Ferdinand, ich kann so nicht mehr weiter machen. Du lebst in Reichtum und ich in Armut. Solch eine Ehe würden meine Eltern nicht dulden.

Ferdinand:(geht auf Luise zu)

Doch, das geht, rede mit deinen Eltern. Ich befreie euch aus diesem Elend und gebe euch Gold, du würdest bei mir, am Hof leben.

Luise:(verunsichert)

Einverstanden. Ich werde meinen Eltern die Wahrheit erzählen.

 

Luise geht nach Hause und es kommt zu einer Aussprache mit ihren Eltern.

 

Luise:(ängstlich)

Vater, Mutter, ich möchte mit euch reden.

Vater:(erfreut, aber ernst)

Das kommt gelegen, denn wir müssen dir auch was erzählen. Wir haben nämlich einen Diener für deine Heirat gefunden.

Luise:(geschockt, wird laut und schreit dann)

Das ist eine Katastrophe! Ich liebe Fürst Ferdinand!

Mutter:(fürsorglich)

Wir haben die Pflicht dir einen Bürger aus unserem Stand zu suchen. Das mit dem Fürsten hat doch keine Zukunft, er will nur deine Jugend.

Luise:

Du täuscht dich Mutter! Ihr habt nur einen Hass auf die Patriarchen die bei Hofe leben! Aber glaub mir, Ferdinand ist anders.

Diener:(wütend, geschockt)

Was muss ich da hören? Es gibt einen Nebenbuhler? Ich bitte um Aufklärung!

Vater:(deutlich)

Luise, dies ist der Mann, den du heiraten wirst nicht deinen Fürsten.

Luise:(verzweifelt)

Doch, ich werde Ferdinand heiraten! Lieber begehe ich Selbstmord als diesen Diener zu heiraten.

 

 

Mutter:(besorgt)

Luise, nun überleg doch mal. In der Gesellschaft in der Fürst Ferdinand lebt, wirst du dein Glück nicht finden. Deine Ehe wäre ein Trauerspiel.

Luise:(verzweifelt)

Aber ihr kennt ihn doch nicht! Wenn ihr ihn kennen würdet, würdet ihr ganz anders denken!

Vater:(verschwörerisch)

Nun gut, dann bestell deinen Fürsten zum Essen her. Dann werden wir sehen, ob er wirklich Ehre hat.

Diener:(wird laut, spricht Vater an, dreht sich zu ihm)

Und was ist mit mir? Nur weil ich nicht so viel Macht habe wie er, stehe ich nicht mehr zu Debatte? Auch ich habe meinen Stolz!

Vater:(entschlossen)

Auch sie werden bleiben. Sie soll sehen mit wem sie es besser trifft, am Ende wird sie eh keine Wahl haben.

Diener:(verwundert) Wie meinen Sie das?

Vater:(entschlossen) Sie werden es schon sehen.

 

Fürst Ferdinand trifft ein und kommt zum Essen. Der Vater bietet ihn Limonade an, die er auch dankend nimmt und trinkt. Kurze Zeit später kippt Ferdinand vom Stuhl.

 

Vater:(siegessicher, lacht böse)

Das hast du nun davon, denn in der Limonade war Gift. In wenigen Minuten wirst du tot sein, nichts kann dich retten auch nicht deine Liebe zu meiner Tochter.

Ferdinand:(keuchend)

Auch von meinem Tod werden sie nichts haben. Von nun an wird ihre Tochter immer Hass auf Sie haben.

Vater:

Wir ergreifen jetzt die Flucht.

Luise:(schreit, fängt an zu weinen)

Du hast mein Glück zerstört. Ich werde dich verhaften lassen und du wirst vor Gericht kommen.

 

Nachdem der Vater vor Gericht schuldig gesprochen wurde, ging Luise nach Hause und machte ihre Drohung war. Sie beging Selbstmord. Luises Mutter konnte sie nur noch zuhause tot auffinden.

Weil Liebe stärker ist als jedes Gesetz

Kapitel 1 : Smaragd grüne Augen

Der Fürstensohn Ferdinand von Habsburg kommt erschöpft von einer langen Reise wieder. Er betritt sein Zimmer und erkennt sofort das die Bettwäsche auf seinem Bett nicht seine ist. Sofort rast er los, empört sucht er die Bedienstete die dieses Unheil angerichtet hat.

Regie: Luisa steht mit dem Rücken zu Ferdinand und putzt ein Fenster. Ferdinand stürmt ins Zimmer.

Ferdinand: „Gnädige Dame was fällt ihnen ein mein, MEIN BETT mit einer anderen Bettwäsche zu beschmutzen? Sind sie jetzt von allen guten Geistern verlassen?“

Luise dreht sich verunsichert und ängstlich um. Beide stehen vor einander und gucken sich in die Augen. Ferdinand erstarrt als er in ihre funkelnden grünen Augen schaut.

Regie: Luise redet leise und verängstlich

Luise: „Es tut mir leid der Herr, ich bin erst neu, niemand sagte mir dass sie eigene Bettwäsche besitzen. Ich bitte um Verzeihung.

Regie: Ferdinand steht starr da und kriegt kein Ton raus.

Ferdinand: „Es tut mir leid gute Dame, ich meinte..., ich wollte, also ..wie ist ihr Name?

Luise: „Mein Name ist Luise.“

Ferdinand:“ Luise sie sind wunderschön.“

Regie Luise fängt an zu lächeln

Luise: „Danke ihnen, ich muss jetzt weiter machen.“

Regie: Ferdinand verlässt das Zimmer und geht zurück in sein Zimmer und legt sich ins Bett, und ist noch immer völlig perplex von Luises Schönheit.

Ferdinands Gedanken: „ So wunderschönes blondes Haar und diese Augen, ich muss dieses Mädchen wieder sehen“.

Regie: Luise geht zu ihrer Jacke um nach Hause zu gehen auf einmal fällt ein Zettel aus ihrer Jacke.

Zettel: „Guten Tag, Fräulein Luise. Ich würde sie gerne um ein Treffen bitten, heute Abend an dem Brunnen, der am Ende der Stadt ist. Ferdinand“

Luise ist völlig verwundert und auch sehr unsicher was der Herr von ihr möchte.

Regie Luise ist auf dem Weg nach Hause und trifft ihre Schwester

Luisa: „ Marie du magst nicht glauben was heute passiert ist. Ich arbeite nun ja bei dem Fürsten von Habsburg, der Sohn Ferdinand möchte sich heute Abend treffen. Er ist ein sehr gut aussehender Mann mit dunklem Haar.“

Marie: „ Luise du weißt das geht nicht, weißt du überhaupt was du damit anrichten kannst? Du bist eine normale Bürgerliche Tochter und er ist der Sohn eines Fürstens. Das geht nicht du bringst Schande über die Familie. So einer kann jede haben warum sollte er gerade eine Bauerntochter wie dich wollen Luise?“

Luise:“ Ja, du hast Recht, Marie. Aber ich möchte nur wissen was er möchte und so eine Arbeitsstelle finde ich nicht wieder.“

Trotz all ihren Ängsten trifft sich Luise mit Ferdinand. Sie kommt zum Brunnen.

Regie: Ferdinand sitzt auf einer Decke mit viel Speis und Trank.

Ferdinand: „Es freut mich sie zu sehen Luise, setzen sie sich neben mich. Sie wundert sich bestimmt wieso ich sie hier hin bestellt habe. Sie gehen mir nicht mehr aus dem Kopf.“

Luise ist erschrocken aber auch geschmeichelt.

Luise:“ Ich danke ihnen für die Einladung aber ich kann diese nicht annehmen, ich bin eine normale Bürgerliche Tochter, eine Bauerntochter. Wissen sie was für Unheil wir damit anrichten würden und was wollen sie mit einer Bauerntochter wie mir? Sie können reichlich schönere und adligere Mädchen haben?“

Regie: Luise dreht sich um und geht. Ferdinand sitzt bis spät in der Nacht alleine auf der Decke und denkt an Luise.

Kapitel 2: Leben bedeutet auch Gefahren einzugehen

Am nächsten Tag tritt Luisa wieder normal zu ihrer Arbeit aber nirgendswo ist Ferdinand zu sehen, Luise kriegt nur ein Gespräch zwischen Ferdinands Mutter und Vater mit.

Christine: „Theodor? Ist auf eurer Reise irgendwas vorgefallen? Ich erkenne meinen Ferdinand nicht mehr. Gestern war er die ganze Nacht weg und heute verlässt er sein Zimmer nicht mehr. Wenn irgendwas passiert ist möchte ich dies jetzt auf Stelle erfahren!“

Theodor: „ Nein es ist nichts vorgefallen vielleicht braucht Ferdinand einfach ein bisschen Ruhe von der Reise, in paar Tagen wird er wieder in seinem Alltag drin sein. Du machst dir wieder nur unbegründete Gedanken.“

Luises Gedanken: „ Vielleicht hatte Marie doch unrecht und er findet mich wirklich toll, hätte ich gewusst das es ihn so schlecht geht wäre ich doch da geblieben. Luise du bist so blöd wieso hörst du immer auf andere? Ich muss mit Ferdinand reden“

Regie: Nach dem Luise ihre Aufgaben im Hause von den Habsburger erledigt hatte geht sie zu Ferdinand und klopft an der Tür. Jedoch reagiert niemand und sie geht einfach rein, Ferdinand erschreckt sich.

Ferdinand: „ Luise was möchtest du hier? Ich habe ihre Meinung akzeptiert und zu reden gibt es nichts mehr!“

Luise: „ Ferdinand, ich wusste nicht dass es ihnen so Nahe geht, aber was möchten sie mit einer Bauerntochter wie mir? Ich kann ihnen nichts bieten mit mir dürften sie sich nirgendswo sehen lassen, sowas wie mich ist für ihre Familie Abschaum.“

Ferdinand: „Dies ist mir bekannt Luise, sie sind eine wunderhübsche Frau mit einem Charakter aus Gold. Egal wie Adlig oder schön auch andere Frauen sind, sowas wie sie gibt es nur einmal. Gucken sie mich an sagen sie mir was ist stärker als die Liebe?“

Regie: Ferdinand steht auf und bewegt sich langsam Richtung Luise und küsst sie. Darauf verlässt Luise denn Raum und rennt nach Hause.

Luises Gedanken: Nein, nein, nein. Luise hör auf das darfst du nicht. Das kann ich meiner Familie nicht antun, meine Mutter würde das nie akzeptieren. Aber er ist anders als die anderen. Kein Hochnäsiger Fürst. Was soll ich machen? Mein Herz sagt ja, mein Kopf nein.

Kapitel 3 :Wenn Sehnsucht denn Verstand niederringt

Die Tage vergehen, Luise denkt nur an Ferdinand und kann ihre Sehnsucht kaum noch unterdrücken. So entschließt sie sich Ferdinand ein Frühstück her zu richten.

Regie: Luise klopft an der Tür und geht rein. Ferdinand liegt knapp begleitet im seinem Bett und schläft.

Luise: „ Ferdinand? Aufstehen! Ich habe ihnen Frühstück gemacht“

Regie: „Ferdinand erwacht und fängt an zu lächeln als er Luise sieht. „

Ferdinand: „ Sagen sie nichts Luise setzen sie sich neben mich und Frühstücken zusammen“

Ohne was zu sagen setzt sich Luise neben ihn und beide fangen an zu essen.

Luise: “ Sowas köstliches habe ich noch nie gegessen“

Ferdinand: „Sie müssen mich nur lassen dann werden sie viele Sachen sehen essen und erleben an die sie vorher nicht mal im Traum gedacht haben.“

Luise: „Sie wissen doch dass sowas nicht geht, wissen sie überhaupt was sie ihrer Familie antun? Sie bringen nur Schande und Ärger über ihre Familie das dürfen sie nicht.“

Ferdinand“ : Pscht!“

Regie: Ferdinand küsst Luise

Doch dieses Mal konnte Luise nicht nein sagen zu groß war die Sehnsucht.

Am nächsten Abend treffen sich beide wieder am Brunnen.

Regie: Beide liegen nah aneinander auf der Decke und beobachten denn Sternenhimmel.

Kapitel 4: Manchmal ist Flucht der einzige Ausweg

Am nächsten Tag bekommt der Vater eine erschreckende Nachricht.

Regie: Theodor öffnet einen Brief

Brief : Guten Tag Herr von Habsburg. Ich möchte ihnen was mitteilen, in der gestrigen Nacht war ich am Ende der Stadt im Wald jagen. Dort musste ich leider ihren Sohn mit der Bauerntochter Luise sehen, die sich sehr nah waren. Ich hoffe sie tun unverzüglich was denn sie wissen was das bedeutet wenn das in die Öffentlichkeit gerät. Einen Guten Tag!

Regie: Sauer und geschockt sitz Theodor auf seinem Stuhl, er lässt seinen Sohn rufen. Ferdinand steht vor seinem Vater und kriegt einen Schlag in Gesicht.

Theodor: „ Was fällt dir ein? Haben deine Mutter und ich dich so erzogen? Du bringst so eine Schande über uns. Mit einer Bauerntochter? Wie wenig würde hast du Ferdinand? Wieso tust du uns sowas an? Ich verbiete dir unverzüglich denn Kontakt mit der Bauerntochter Luise, sie wird dazu entlassen. Falls du weiter in diesem Schloss wohnen willst und meinem Namen tragen willst gibst du jetzt einen Schwur ab das du dich nie wieder mit diesem niederwertigen Mädchen triffst!“

Voller Angst gibt Ferdinand denn Schwur ab und weiß was das bedeutet.

Regie: Luise erhält die Nachricht und rennt weinend weg. Ferdinand packt seine Sachen und packt alles ein was ihm in die Hände kommt und schleicht sich dann aus dem Schloss. Und klaut eine Kutsche, damit fährt er zu Luise. Er zieht sich alte Klamotten an damit man ihn nicht direkt auf der Straße erkennt. Auf dem Weg findet er Luise weinerlich in einer Ecke.

Ferdinand: „ Ich weiß das ist jetzt alles viel zu viel aber bitte nimm deine wichtigsten Sache und wir treffen uns wieder am Brunnen.“

Regie: Luise rennt nach Hause nimmt ihre Klamotten und hinterlässt ihrer Familie einen

Brief: „Es tut mir leid, ihr braucht euch keine Sorgen machen mir wird es gehen. Marie bitte kümmere dich um Mutter wie ich es auch getan habe. Eines Tages wird alles einen Sinn machen. Ich liebe euch.“

Regie: Angekommen am Brunnen fahren beide sofort los.

Luise: „Wo willst du hin Ferdinand? Sie werden uns finden, wir haben kein Geld und draußen werden wir erfrieren.“
Ferdinand: „ Bitte Luise, vertrau mir einmal. Ich habe alles geplant“

Nach einer langen Fahrt kommen Ferdinand und Luise in einem Dorf an namens Heinersdorf. Dort verbrachten sie einige Monate, Luise arbeitet als Bedienstete in einem Adelshaushalt und Ferdinand hilf in einem Bauernhof aus. Sie konnten sich eine kleine Hütte leisten in der sie lebten.

Kapitel 5: Die Vergangenheit holt einen immer ein

Es lief alles perfekt bis eine Truppe von Männern auf Pferde das Dorf stürmte und dem ganzen Dorf Angst einjagten. Sie stoppten in der Stadt vor einer Menschenmenge

Mann auf dem Pferd: „ Wir sind hier im Auftrag von Theodor von Habsburg um Ferdinand von Habsburg zu finden, wenn ihr uns ihnen ausliefert werden wir euch nichts tun.“

Ein Stimme aus der Menschenmenge: „ Er arbeitet an dem Bauernhof am Ende der Stadt und lasst uns bitte in Ruhe.“

Die Männer ritten weiter und das Gerede war groß, Marie die bei den Adligen putze kriegte von dem Trubel nichts mit.

Regie: Die Männer kommen zu dem Bauernhof und zerren ihn aus dem Bauernhaus und nahmen ihn mit. Die Männer wollten jedoch auch Luise und haben solange auf ihn eingeprügelt bis er sagte wo sie ist. Sie fahren zu dem Hütte von Luise und Ferdinand und stürzen auf Luise und prügelten solange auf sie ihn bis sie, sie nicht mehr bewegte.

Ferdinand schreit: „ Hört auf! Hört auf, sie ist schwanger! Ich gebe euch alles was ihr wollt doch hört bitte. Hört auf! „

Ein Mann: „ Es ist alles im Auftrag von ihrem Vater!“

Regie: Nach dem sie Luise zu Boden getreten hatten, verließen sie die Stadt schnell und ließen Ferdinand und Luise blutend auf dem Boden liegen. Der Dorf Arzt konnten nur noch den Tod von Luise und ihrem Kind feststellen.

Kapitel 6: Manchmal ist Wasser doch dicker als Blut

Regie: Ferdinand rennt zum Bauernhof und klaut sich ein Pferd und macht sich auf dem Weg.

Auf dem Weg kann er nur noch an das Bild von Luise denken wie blutend sie auf dem Boden lag und wie sie ihm letzte Woche von der Schwangerschaft erzählte. Er hat die ganze Zeit ihr Gesicht vor Augen und somit stieg sein Frust und Hass.

Regie: Er kommt am Schloss an und klettert durch den Hintereingang. Er geht über den Flur wo sein Vater all seine Schwerter sammelt und nimmt sich eins und stürzt in das Zimmer seines Vaters.

Theodor lachend: „ Ferdinand?! So schnell hätte ich mit deinem Besuch nicht gerechnet, aber freut mich das du wieder zu Vernunft geraten bist, auch wenn ich leider erst mithelfen musste.

Man hörte aus dem Zimmer einen gewaltigen Schrei und fand Theodor mit 35 Messer Stichen auf dem Boden.

Seit dem Tag hat niemand mehr was von Ferdinand gehört und gesehen.

 

Limonade mit der Extra-Zutat
 
Es ist der Anfang der Aufklärung. Die Welt durchlebt einen großen Wandel und es entsteht eine Gesellschaft aus Dichtern und Denkern, weit entfernt von der Gesellschaft des Absolutismus, wo nur zwei Zustände herrschten. Nämlich Armut und Reichtum. Dazwischen war ein Nichts und eine Verbindung zwischen diesen beiden Zuständen, egal in welcher Form, waren nicht gestattet. Doch zwei Personen war dies egal. All die  verbohrten Lebensweisen der Bürger und die übriggebliebenen Gedanken des Absolutismus ließen die beiden hinter sich. Ferdinand liebte Luise, wie noch nie zuvor ein Fürstensohn eine seiner Bediensteten liebte. Doch dieses Glück können nur die beiden teilen, alle anderen stehen im Weg. Um diese Liebe zu besiegeln, wagt Ferdinand einen großen Schritt.
Wie gewöhnlich trifft er nach Einbruch der Dunkelheit seine Liebste im Park, auf einer versteckten Parkbank. Luise erwartet ihn bereits.
Luise: Da bist du ja!
Springt von der Parkbank auf und lächelt
Ferdinand: Tut mir leid Liebste, ich hatte so lange gegrübelt.
Kratzt sich am Kopf
Doch ich bin jetzt zu einem Entschluss gekommen.
Hebt entschlossen den Finger
Luise: Nun was belastet dich denn?
Schaut mitfühlend
Ferdinand: Mich belastet die Intoleranz der Gesellschaft. Wir lieben uns, jedoch nur heimlich, das will ich auf Dauer nicht mehr! Und da fiel mir ein, wie wir all den Ärger hinter uns lassen können.
Sinkt zu Boden auf die Knie, Luise fängt leise an zu weinen
Ich will mit dir den Rest meines Lebens verbringen. Liebste Luise, hiermit frage ich dich, ob du meine Gemahlin werden willst und wir unsere Liebe der ganzen Welt Kund geben?
Luise: Oh, Ferdinand! Natürlich will ich das!
Nehmen sich in den Arm und küssen sich
 
Ferdinand und Luise lassen den Abend ausklingen. Weit nach Mitternacht, kommt Ferinand nach Haus. Doch diesmal steht sein Vater im Korridor und die beflügelte Stimmung Ferdinands sinkt allmählich.
Fürst: Du hättest schon längst zu Bett gehen müssen, hast Du dich etwa schon wieder mit diesem Abschaum vonBediensteten getroffen?
Schreit ihn an, sein Kopf wird rot
Ferdinand: Abschaum? Wage es nicht so über meine zukünftige Gemahlin zu sprechen!
Schreit ebenfalls, Vater öffnet schockiert den Mund
Fürst: Habe ich dich richtig verstanden? Zukünftige Gemahlin?
Flüsternder Ton
Ferdinand: Ja, Vater. Sehr wohl.
Hebt gewinnend den Kopf und verschränkt die Arme vor die Brust, Vater hebt die Hand und holt aus. Er schlägt Ferdinand ins Gesicht
Fürst: Du wirst sie nicht heiraten! Mein Sohn gehört doch nicht zu so etwas!
Ferdinand hält die Hand auf die brennende Wange, Tränen fließen
Ferdinand: Du hast mir nichts zu sagen! Ich liebe sie und das hat jeder zu akzeptieren, auch du!
Dreht sich demonstrativ um und verlässt wütend den Raum
 
Wutentbrannt entdeckt der Vater einen seiner Diener, der das Streitgespräch mit lauschte. Der Fürst kommt auf ihn  zu, der Diener steht reglos mit einem Selbstgefälligen Grinsen da.
Fürst: Hast du nichts besseres zu tun, als privaten Gesprächen zu lauschen?
Guckt bedrohlich, Diener legt das Grinsen ab
Diener: Doch, tut mir leid, es war rein zufällig. Jedoch glaube ich, ihnen behilflich sein zu können, was ihre missliche Lage angeht.
Stammelt
Fürst: Ach, geh mir aus den Augen! Was weißt du schon.
Dreht sich um und ignoriert ihn, der Diener stammelt weiter
Diener: Doch, ich bin schon lange in Luise verliebt und bin genauso aus der Fassung wie sie. Aber, ich hätte da eine Idee, wie wir beide das erreichen, was wir wollen.
Fängt an zu grinsen, der Vater dreht sich wieder zurück
Fürst: Dann rede!
Befehlston
 
Den Rest der Nacht schmiedeten der kleine Diener und der Fürst einen Plan, Luise vom Hof zu verbannen. Am nächsten Morgen erwartet der Fürst Luise gehässig.
Luise tritt in sein Zimmer mit gesenktem Kopf
Luise: Guten Morgen, sie wollten mich sprechen?
Fürst kehrt ihr den Rücken zu
Fürst: Ja, sehr wohl. Du kannst dir ja schon denken worum es geht?
Abfälliger Ton, Luise hebt leicht ihren Kopf
Luise: Habe ich meine Dienste nicht gemäß erfüllt?
Reißt ihre Augen auf, der Fürst dreht sich um
Fürst: Tu nicht so scheinheilig! Erhebt den Ton
Es geht um dich und meinen Sohn! Da ihr ja die Finger nicht voneinander lassen könnt, biete ich dir ein einmaliges Angebot an.
Verschränkt die Arme
Ich gebe dir etwas Gold und einen Edelstein, damit hast du und deine Familie für den Rest des Lebens ausgesorgt, dafür wirst du hier verschwinden und meinen Sohn in Ruhe lassen!
Luise fängt an zu weinen
Luise: Aber das können sie doch nicht machen! Ich nehme dieses Angebot unter keinen Umständen an. Verstehen sie denn nicht? Es ist wahre Liebe!
Fürst fängt lauthals an zu lachen
Fürst: Wahre Liebe? Dass ich nicht lach. So etwas wie du findet die Liebe vielleicht auf dem Acker, aber sicher nicht in meiner Familie! Aber nun gut, dann wirst du wohl weiterhin, für den Rest deines erbärmlichen Lebens, schuften müssen für mich. Aber eins sage ich dir, lass meinen Sohn in Ruhe!
Luise nickt und rennt mit Tränen im Gesicht weg
 
Des Fürsten erster Plan scheitert, doch er hat einen zweiten im Hinterhalt! Am Abend schickt der Fürst einen seiner Diener zu Luises Haus. Dort versteckt er das Gold und den Edelstein. Am nächsten Morgen wird Luise festgenommen, sie soll gestohlen haben. Als Ferdinand die Neuigkeiten erfährt, weiß er sofort wer dahinter steckt und versucht alles erdenkliche sie aus dem Gefängnis zu holen. Doch alle seine Versuche scheitern und eine Woche später wird sie dem Henker vorgesetzt. Ferdinand stürzt in tiefe Trauer und sieht keinen Sinn mehr zu leben. Noch ein letztes Mal mischt er seine Lieblings Limonade, diesmal mit einer extra Zutat und schlürft sie langsam leer, während er weinend auf der Parkbank sitzt, wo Luise und er sonst immer saßen.
Ferdinand: Gott, was habe ich dir getan, dass du mir so etwas antust? Du hast mir alles genommen, was mir lieb war, so werde ich nun das tun, was mir am meisten Angst bereitet. Ich komme zu dir. Ich komme zu dir und zu meiner Luise!
Er nimmt den letzten Atemzug, kippt um und das Gift lässt seinen Körper krampfen und dann erstarren

Luisens Rache

Es ist eine ruhige Nacht. Die Familie Jäger ist zu Hause. Luise liegt schon in ihrem Bett und plötzlich hört sie etwas.

Klopf klopf. Jemand ist vor der Tür. Luise hört wie die Tür aufgeht und sie hört drei Stimmen. Es fällt ein Schuss. Luise schreckt auf und betritt den Raum.
 
Luise: Was war da...?
Mutter: Luise, geh zurück in dein Zimmer!
 
Die Tür ist noch offen. Der Umhang eines Soldaten ist in der Tür noch kurz zu erkennen. Es ist         ein Umhang des Adels. Luise weint. Sie sieht ihre blutbeschmierte Mutter gebückt über ihren           Vater. Ihre Mutter geht zu Luise, packt sie am Nachthemd und zieht sie in ihr Zimmer.
 
M: Du schläfst jetzt!
L: Aber Mama, was ist denn mit Papa?
 
Schweigend schließt sie die Tür. Luise heult sich in den Schlaf.
 
Der nächste Tag beginnt.
 
L: Was für ein Albtraum.
 
Sie steht auf und öffnet die Tür.
 
L: Was? Da klebt Blut am Türknauf.
 
Luise sieht ein blutigen Handabdruck auf ihrem Nachthemd.
 
L: Es war kein Traum! Mama?!
 
Luise betritt den Raum des Verbrechens. Sie sieht ihre Mutter. Sie liegt leblos neben ihrem Vater. Es war Selbstmord. Luise schreit voller entsetzen.
 
L: Der Adel! Das bekommt ihr zurück!
 
Seid diesem Ereignis sind zehn Jahre vergangen.
 
Zwei Passanten gehen die Straße im Adelsviertel entlang.
 
Passant 1: haben sie gehört, dass schon wieder drei Leute tot aufgefunden wurden?
Passant 2: Schon wieder? Das passiert ja immer öfter. Ich habe Gerüchte gehört, dass der Adel nichts dagegen tut und dass es wohl Leute gibt die dagegen protestieren. Sie sagen, dass der Adel dahinter steckt.
P1: Mein Händler hat das sogar bestätigt. Es sagt im Armenviertel gäbe es viele Protestanten, die diesen Müll verbreiten.
 
Die Passantin bleibt stehen.
 
P1: Ich muss weiter. Ich habe noch viel zu tun. Dann machen sie es gut.
 
Er bekommt keine Antwort.
 
P2: Ich glaube es ist an der Zeit zu handeln und mich am Adel zu rächen.
 
Sie geht ins Armenviertel. Dort hört sie viele Leute schreien.
Schreier 1: Der Adel ist ein Haufen von Lügnern! Hinterhältig rotten sie uns Stück für Stück aus.
Schreier 2. Der Adel hat meine ganze Familie auf dem Gewissen. Ich bin bestimmt der Nächste, aber wer kommt danach?
 
Der  Schreier sieht die Passantin in feinen Klamotten.
 
S2: Oh, hier ist eine Adlige! Du Mörderin!
P2: Ich stecke nicht hinter den Morden. Ich bin selber Opfer davon. Ich bin Luise Jäger und ich habe mich in den Adel geheiratet um Zugang zu haben. Ich habe einen Plan. Versammel alle Leute die einen Groll gegen den Adel hegen und....
 
Am nächsten Tag abends ist Luise im Anwesend von Fürst Bernt August von Hagen.
 
L: Bernt, ich mache einen Spaziergang.
Bernt: Tschüss, Liebste.
 
Luise geht zum Tor zwischen dem Adel und den Mittelstand.
 
L: Kommt!
 
Eine Menge von bewaffneten Bürgern marschiert durch das Tor. 
Zur selben Zeit ist ein Treffen hoher und militärischer Adligen. Eine Wache kommt durch die Tür.
 
Wache: Ein riesiger Pöbel ist in unser Viertel eingedrungen!
Hofmarschall: Wache, gib jedem den Befehl zum Angriff!
W: Alle Wachen kämpfen bereits und es sieht nicht gut aus.
H: Dann...
 
Fünf bewaffnete Bürger stürmen herein. Nach einem kurzen Kampf hat bis auf den Hofmarschall niemand überlebt. Eine weitere Person betritt den Raum.
 
H: Wer seid ihr?
L: Ich bin die Anführerin des Aufstandes. Mein Name ist Luise Jäger.
H: Dann musst du wohl die Tochter von Hans Jäger sein. Der Rat hatte Recht. Wir hätten die ganze Familie von Verrätern töten sollen.
L: Was soll das denn heißen? Verräter? Ihr wart es doch die ihn hinterhältig töteten.
H: Erspar mir diese Rechtfertigung. Dein Vater war kurz davor ein Krieg mit dem Adel anzufangen. Nachdem wir ihn töteten war das Vorhaben aufgehalten und dies hat tausenden von Leuten das Leben gerettet. 
L: Was reden sie da?
H: So war es und nachdem er tot war gab es Ruhe. Doch diese Ruhe hielt nicht lange. Viele seiner Anhänger wollten seine Rolle als Anführer übernehmen. Deshalb mussten wir sie auch töten.
 
Luise blickt erschrocken in seine Augen.
 
L: Ist das die Wahrheit?
H: Ja, es ist die absolute Wahrheit. Allerdings haben wir einen Fehler gemacht. Wir haben Jemanden übersehen, der sich besser verdeckt halten konnte als dein Vater...Dich!
 
Luise guckt verstört.
 
L: Was?
H: Du hast den Krieg mit dem Adel begonnen, den wir seid so langer Zeit zurückhalten. Nachdem dieser Schritt beschritten ist, ist es unaufhaltbar. Nicht nur in unserer Stadt wir es immer wieder zu Kämpfen kommen, denn es wird sich in anderen Städten verbreiten und viele Menschen werden ihr Leben verlieren.
L: Ich habe mich nur von Rache leiten lassen.
 
Sie blickt zum Fenster und erschreckt. Es war ein Blutbad. Es leben nur noch eine Hand voll Wachen und zwei Bürger. Sie ergreifen die Flucht.
 
Luise wurde verhaftet und hat nie wieder ein Wort gesagt. Die Kämpfe gegen den Adel erstreckten sich über fünf Jahre und kosteten 20.000 Leben bis das Volk einsah, dass es zwecklos ist und der Adel zu mächtig war.

Luise und Ferdinand

 

 

Ferdinand: F; Luise: L; Vater von Ferdinand: V.F.; Mutter von Luise:M.L.;Hofmarschall: Hm

 

Auf dem Hof vom Fürsten Ferdinand enstand ein großer Konflikt zwischen ihm selber, seinem Vater, seiner Geliebten Luise, die nicht zum Adel gehörte und somit nicht wirklich erwünscht war, und Luises Mutter. Der Hofmarschall stand nicht unfern und bekam somit fast jedes Wort mit. Der Hintergrund des Streites war vorerst unklar.

F: Bitte beruhigt euch alle! Luise, lass dir doch nichts von diesen ganzen Leuten erzählen.

 

(Die Liebe zwischen Ferdinand und Luise sorgte für viel Streit im Dorf und niemand wollte sie

anerkennen oder respektieren, da Luise als normale bürgerliche Frau nicht in den Adel gehört.)

 

L: Ferdinand, hör mir auf! Ich trau dir nicht mehr, von Anfang an war etwas komisch, ich war wahrscheinlich nur zu geblendet von meinen Gefühlen. Deine Familie hatte von Anfang an was gegen mich, nur weil ich keine Adlige bin. Wahrscheinlich war es auch dein Vater, der deine heimlichen Treffen mit der feinen Lady organisiert hat.

VF: Das ist ja unerhört! Sowas lasse ich mir nicht unterstellen! Mein Sohn ist alt und reif genug um das richtige zu entscheiden. Das haben wir ja gesehen. Da muss ich nicht nachhelfen.

(Entsetzen bei Luise und ihrer Mutter.)

ML: Das darf ja wohl nicht wahr sein! Nur weil wir keine Adligen sind, heißt es lange nicht, dass wir ein schlechteres Volk sind. Luise wäre dir eine gute Frau gewesen, Ferdinand. Zum Glück ist dieser ganze Betrug nun aufgeflogen!

(Ferdinand wirkt nachdenklich und in sich gekehrt. Er überlegt sich ganz genau, was er sagt.)

F: Nein, das stimmt nicht! Ich will Luise als meine Frau, allerdings kann ich mich nicht gegen meine Familie stellen. Der Eid, den ich geschworen haben, darf ich nie brechen.
L: Du kannst ja nichtmal treu und ehrlich sein! Ich war mir anfangs sehr unsicher, doch mit der Zeit bekam ich das Gefühl, dass es keine Ungleichheit mehr zwischen uns gebe, aber anscheinend habe ich mich da stark geirrt.
F: Ich hatte doch keine Wahl... Ich hätte es dir vorher sagen sollen, aber ich war zu blind. Ich habe nicht weit genug gedacht. Es tut mir...

(Ferdinands Vater platzt seinem Sohn ins Wort)

VF: Ferdinand, mach dir keine Vorwürfe. Du hast alles richtig gemacht. Wir, als Adlige, müssen zusammenhalten. So eine Frau passt nicht in unsere Famile. Ich bin stolz auf dich.

(Luise und ihre Mutter trauen ihren Ohren nicht mehr. Beide sind geschockt über diese Aussage)

ML: Das kann doch nicht wahr sein!
L: Bleib ganz ruhig, Mutter. Reg dich nicht so auf.
F: Luise, glaub mir. Ich wollte das nicht!
L: Spar dir das Ferdinand! Du hättest mir reinen Wein einschenken können oder einfach von Beginn an offen und ehrlich sein. Dann wäre es nie soweit gekommen. Vielleicht hätte ich es dann verstanden. Wenn ich es richtig verstehe, ist es also deiner Meinung nach der beste Ausweg

gewesen, sich so lange heimlich mit der Tochter des Präsidenten zu treffen, bis ich es erfahre?

(Luise ist sehr sauer und ihrer Mutter sieht man an, dass es sie auch nicht stark mitnimmt)

ML: Wie bitte? Sag, dass das nicht wahr ist! So eine linke Aktion hätte ich nie erwartet!
F: Natürlich war es falsch, aber was soll ich nun machen? Ich kann nichts mehr machen, ich kann mich nicht gegen meine Familie stellen und somit meinen Eid brechen.

(Luises Mutter wird das alles zu viel und sie läuft wutentbrannt mit Tränen in den Augen davon)

VF: Alles ist richtig so, Ferdinand. Du bist mein Sohn und wirst mich irgendwann beerben und deine Kinder sollen genau so Vollblutadlige sein wie du. Sag ihr jetzt endlich, dass es vorbei ist und sie von unserem Hof verschwinden soll.
L: Jetzt reicht's mir! Ihr kriegt jetzt was ihr wollt!

(Luise fängt an zu weinen und rennt weg; Ferdinand ruft ihr vergebens hinterher)

 

F: Siehst du Luise. Ich hatte nie eine Wahl...
VF: Hör auf mit dem Gerede mein Sohn. Das war die richtige Entscheidung. Die Welt steht dir noch komplett offen.

 

(Der Hofmarschall hatte den Großteil der Auseinandersetzung mitbekommen und hat innerliches Mitgefühl für Luise. Er beschloss ihr hinterher zu laufen. Als er sie einholte, versuchte er sie zu beruhigen, allerdings lehnte Luise alle Versuche von ihm ab. Sie lief immer wieder weg. Am Bauernhaus von Luises Familie angekommen, überlegte er kurz ob er hineingehen soll. Er tat es und sah Luise am Boden knien und ihr Gesicht voller Tränen. Vor ihr lag ihre Mutter. Sie hat diesen ganzen Stress nicht mehr durchgehalten, da sie schon älter und sehr schwach war. Er saß sich langsam zu Luise und nahm sie in den Arm.)

Hm: Mein Beileid, Luise. Ich habe alles mitbekommen und ich bin absolut auf deiner Seite, aber lass uns lieber nicht vor dieser Kulisse reden.
(Sie gingen in ein Nebenzimmer und setzten sich hin.)
L: Ich danke dir. Ich brauche jetzt echt etwas Halt, ich habe gar nichts mehr.
Hm: Das verstehe ich. Ich gebe dir etwas Ruhe und komme morgen wieder.

 

(Am nächsten Morgen steht Ferdinand mit 2 großen Koffern vor Luise's Haus. Einer davon für Luise. Zudem hatte er am Vorabend den Vertrag zum Adelshaus gekündigt.)

L: Guten Morgen. Was machen sie so früh schon hier?
Hm: Ich habe mich doch angekündigt. Ich habe eine Beisetzung Ihrer Mutter am Dorfrand organisiert. Ein befreundeter Pfarrer wird die Rede halten. Zudem habe ich mir gedacht, dass wir

ein paar Tage außerhalb des Dorfes verbringen, um auf andere Gedanken zu kommen.

(Luise ist geschockt und erfreut zugleich und weiß nicht so recht, was sie sagen soll.)

 

L: Das ist ja...wundervoll. Ich will auch von hier weg, da ich hier zu viele Erinnerungen habe, die ich loswerden will. Ich würde mich freuen, wenn sie mich begleiten.
Hm: Gerne! Ich habe dem Fürsten meinen Vertrag gekündigt. Wir können bei einem Bekannten von mir unterkommen. Er wohnt in einem kleinem Dorf, etwa eine Stunde zu Fuß von hier.
L: Das ist echt super! Wie soll ich mich dafür bloß bei Ihnen revanchieren?
Hm: Das ist schon in Ordnung so. Du sollst auf andere Gedanken kommen und für jemanden wie Sie bemühe ich mich gerne.

Aus den paar Tagen Erholung wurden dann einige Wochen, Monate und Jahre. Luise und der frühere Hofmarschall Anton bauten sich ein neues Leben auf und beide haben nun eine Arbeitsstelle. Luise als Näherin und Anton ist Lehrling bei einem Schmied. Sie wuchsen über die Zeit immer mehr zusammen und wurden ein glückliches Paar, was in einigen Monaten auch ein Kind erwartet. Von Ferdinand und dem Rest der Adelsfamilie haben sie nie wieder etwas gehört.

 

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