Menü

bild1 20160220 1033970017

Tag 1 – Montag

Alles fing damit an, dass unser Flug, der Sonntag Nachmittag um 17:25 Uhr abfliegen sollte, eine ganze Stunde Verspätung hatte... und das hatte große Auswirkung auf den Rest der Anreise. Wir landeten viel zu spät in Istanbul und verpassten unseren Anschlussflieger, da wir nur 10 Minuten hatten um durch die Kontrollen zu kommen und den Weg zum richtigen Gate zu finden, und während alle reibungslos durch die Passkontrolle kamen, blieb Frau Scheidt wegen ihres amerikanischen Passes hängen und musste einen anderen Weg nehmen. So begann dann das Abenteuer Istanbul. Frau Scheidt nahm schließlich einen anderen Weg zum Flugzeug und schaffte es tatsächlich an Bord wo sie herum schrie: „Is there a girl with green hair on this plane?“ (zd.: ist ein Mädchen mit grünen Haaren in diesem Flugzeug?), worauf die Passagiere mit Stille und Blicken, die fragten ob sie eine Terroristin seie, antworteten, wie sie uns später erzählte.

Unterdessen versuchten wir anderen sie zu erreichen, doch als wir schließlich erfuhren, dass sie an Bord des Flugzeuges war und wir das Gate gefunden hatten war es bereits zu spät, Frau Scheidt war vom Sicherheitspersonal aus dem Flieger eskortiert worden und das Flugzeug ohne uns, aber mit unseren Koffern gestartet. In exakt diesem Moment bemerkte Mariam den Verlust ihres Reisepasses, die Suche danach Begann, wobei ein Großteil der Flughafenangestellten keine große Hilfe waren, da niemand viel mehr als die Worte „Do you speak english?“ verstand, bis auf die Angstellten mit denen Frau Scheidt unterdessen darüber diskutierte wie unverantwortlich es sei uns an diesem fremden Flughafen einfach sitzen zu lassen, da es ja wirklich nicht unsere Schuld war, dass wir den Flieger verpassten, vorallem da wir einen Diabetiker dabei hatten. Nachdem dann alle sich aufgeregt hatten und mehrere Liter Tränen geflossen waren, bekam Mariam ihren Reisepass von einem der Englischsprachigen Mitarbeiter überreicht, sie hatte ihn bei der Taschenkontrolle liegen gelassen. Außerdem bekamen wir von der Fluggesellschaft Tickets für den selben Flieger 24 Stunden später und Hotelzimmer in einem wirklich schönen Hotel etwa 15 Minuten vom Flughafen bezahlt. Im Hotel angekommen, meldeten wir uns bei unseren Eltern, erzählten was passiert war und dass es uns allen gut geht. Da es sehr früh am Morgen war, legten wir uns alle schlafen, wobei die anderen entdeckten, dass ich im Schlaf schmatze was im Verlauf der restlichen Woche zu eine Art Insider Witz wurde. Wir duschten, aßen und nutzen die Zeit um uns zu entspannen, Frau Scheidt, Frau Geist, Jana und ich machten einen Spazierganz durch einen Park, der in Deutschland allerhöchstens als Baustelle durch gehen würde, zu einer Moschee. Um 8:00 Uhr kam ein Shuttle, das uns zum Flughafen brachte und wir erreichten den Flug ohne weitere Zwischenfälle, wobei wir genau darauf achteten, dass Frau Scheidt jede einzelne Kontrolle als aller erste durchschritt, und landeten gegen 2:00 Uhr morgens Ortszeit in Tiflis. Übrigens Frau Geist sieht wirklich sehr süß aus wenn sie schläft.

Moira

bild8 20160220 1531249386

TAG  2 - Autofahren mal anders

Dienstag, den 24.11.2015

Wir haben es dann beim zweiten Anlauf endlich geschafft, den Flug nach Tbilisi zu bekommen.
Von dort aus wagten wir dann das Abenteuer:  Autofahren! Ja, Autofahren ist hier so ein kleines bisschen anders.

Straßenmarkierungen – sind echt schöne weiße Streifen auf der Straße, aber sonst auch nichts Weiteres. Verkehrsregeln – nett, aber wen interessieren die schon. Auf unserer Fahrt von Tbilisi nach Kutaissi erlebten wir so manche Situation, die uns das Herz stehen bleiben lies. In Deutschland würde man nicht in einer Kurve einen schwankenden LKW überholen und dann noch nicht mal mehr einen Meter Abstand lassen.

Ja, die Georgier fahren anders und haben andere Regeln, aber in Bezug auf Ampeln sin

d sie uns einen Schritt voraus. Die Ampeln sagen dir nämlich an, wie lange sie noch rot oder grün sind. Sehr cool, dann weiß man wie lange man noch sicher über die Fahrbahn gehen kann, ohne das ein Auto dich fast überfährt ;-).

Als wir dann in Kutaissi angekommen sind, hatten wir zwei Seiten Georgiens gesehen. Auf der einen Seite eine sehr schöne, kunstvoll gebaute Seite Georgiens, aber auch genau das Gegenteil, wo die Häuser und Gebäude sehr herunter gekommen waren.

Als wir aus dem Bulli ausstiegen, wurden wir von unseren Gast Familien sehr herzlich gegrüßt und fuhren mit ihnen zu ihren Wohnungen. Die Wohnungen unser Familien waren / sind sehr klein. Es gibt eine klein Küche, ein sehr kleines Bad und ein Wohnzimmer wie auch zwei Schlafzimmer.
Wir alle fielen total übermüdet in unsere Betten und holten etwas Schlaf nach.
Gegen Mittag fuhren wir dann zu unserer Austauschschule und bekamen eine kleine Führung.
Die Privatschule hat 600 Schüler und 100 Lehre und Lehrerinnen. In den Klassen sind meistens so um die 10 bis 15 Schüler. Deutschunterricht gibt es auch, aber es gibt immer nur ein bis zwei Schüler im Jahrgang, die in diesem Fach unterrichtet werden.

Die Pausen – das wichtigste für jeden Schüler – werden hier mit Musik untermalt.
Die Schule ist vom Platz nicht sehr groß, aber die Freundlichkeit,  das Farbenspiel durch Wandfarben und Basteleien sowie die Gute Laune machen diese Schule groß.

Gegen Mittag besuchten wir das Bagrati Kloster, welches auf einem Berg liegt, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf Kutaissi und die dahinterliegenden Berge hat. Das Kloster durften wir Frauen nur mit Rock und Kopfbedeckung betreten, was total ungewohnt für uns war. Hier im Bagrati holen sich immer die frisch Verheiraten den Segen ab.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel einem Museum lief uns dann doch wirklich eine Kuh über den Weg.

bild7 20160220 1380709060

Durch das Museum, welches über die Geschichte Georgiens berichtet, wurden wir von einer Dame geführt, die auch deutsch sprechen konnte. Sie erklärte uns was über die Fruchtbarkeitsgötter, die ein Teil beider Geschlechter besitzen, über die Entwicklung  des Schmucks und über vieles mehr.

Im Anschluss fuhren wir wieder zu den Familien nach Hause. Am Abend sind wir mit unserer Gastfamilie dann noch Essen gegangen. Die Georgier essen sehr gerne und viel, von Khachapuri, welche ein Hefeteig gefüllt mit Käse ist bis zu Schachlick.


Abends fielen wir dann glücklich aber ko in unsere Betten

Jana Heitling

 bild13 20160220 1924147493

TAG 3 - Mittwoch den 25.11.2015

Heute sind wir mit einem Bulli zu zwei Sehenswürdigkeiten gefahren, die Kühe und anderen Tiere, die uns entgegenkamen, konnten noch gerade ausweichen. In Kurven haben die Georgier noch mal andere Regeln: Es gibt nur mein Auto und es gibt keine anderen Autos oder Tiere, die einem entgegen kommen könnten.

Zuerst fuhren wir zu Motsameta, einem Kolster, welches auf einem Berg liegt. Dort machten wir dann erst mal wieder unglaublich viele Fotos und Selfies. Im Anschluss haben wir Gelati, eine bekannte Kirche, besichtigt. Die Wände waren von innen kunstvoll bemalt. Es sah aus wie in einem Bilderbuch. Viele Geschichten aus der Bibel ließen sich wiederfinden, das fand ich sehr schön und interessant. Mariam (Moiras Austausch Schülerin) erklärte uns ein wenig zu den Bildern und wir blickten uns noch etwas um. Ich war zwar schon oft in Georgischen Kirchen, aber die fand ich mit am schönsten.

Kakis oder auch Sharon Früchte konnten wir hier auch pflücken und dann essen doch wir mussten feststellen, dass nicht alle schon reif waren. Später aber erklärte mir meine Mutter, dass das eine andere Sorte Kakis war. Die mussten erst durch den Frost und dann waren sie so süß wie Honig.

Als das „Schulprogramm“ fertig war haben wir den restlichen Nachmittag mit unseren Austauschfamilien verbracht. In den Gastfamilien fühlt man sich stets sehr wohl, man wird den ganzen Tag nur verwöhnt. Die Georgier sind wirklich sehr sehr gastfreundliche Menschen.

Mariam

bild4 20160220 2023936848 

TAG 4 -Donnerstag den 26.11.15

Am Donnerstagvormittag stand zunächst die Teilnahme am Schulunterricht auf dem Programm. In der ersten Stunde hatten wir Mathe, das Thema war Variablen. In der 2. Stunde hatten wir Russisch, es war sehr interessant, leider habe ich aber nichts verstanden. Im Anschluss hatten wir eine Pause, die ca. 10 Minuten lang war. Auf dem Flur läuft zu dieser Zeit stets laut Musik.

Danach hatten wir Deutsch und das Thema war nach dem Weg fragen und den Weg beschreiben. Die georgischen Schüler haben mir den Weg zum Museum beschrieben. Einige konnten sehr gut Deutsch und einige nicht so gut. In der vierten Stunde hatten wir

Englisch, wo ein Abschlusstest über die Unit, die die Schüler in den Wochen vorher bearbeitet haben, geschrieben wurde.

In der Mittagszeit haben wir von den Jahrgangsbesten in Deutsch  mehrere Präsentationen über Georgien, Georgisches Essen und Batumi (eine Stadt am Schwarzen Meer) erhalten.

Die Präsentation war sehr schön und informativ. Das Highlight war dabei eine riesen große Torte mit einer Georgischen und  Deutschen Flagge drauf, die wir geschenkt bekamen. Nach einem freien Nachmittag mit den Gastfamilien, stand am Abend eine Abschlussparty in einem hübschen Restaurant mit Livemusik auf dem Programm.  Es wurde sehr viel Essen auf den Tisch gepackt, so viel, dass sie die Teller gestapelt werden mussten. Das Essen ist sehr abwechslungsreich und köstlich. Es wird alles in die Mitte gestellt und geteilt. Unsere Gastschule hat für uns im Laufe des Abends Lieblingsmensch von Namika  gespielt, dazu haben wir dann alle getanzt. Gegen 22.30 Uhr sind wir alle nach Hause zu unseren Gastfamilien.

Justin Laub

weitere Bilder

Zum Seitenanfang